Die Netzwerke

OWL - Eine starke Region mit starken Innovationsnetzwerken

Die Innovationsnetzwerke Energie Impuls OWL, InnoZent OWL, Food Processing Initiative, OWL MASCHINENBAU und das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL – oft auch als Branchennetzwerke oder Brancheninitiativen bekannt – verbinden ihre Kompetenz zum Nutzen der Region.

Ostwestfalen-Lippe ist eine Region mit vielfältigen Stärken. Eine Studie „Stärkung der Region OstWestfalenLippe“ der Bertelsmann-Stiftung bestätigt dies erneut. Die in der Region etablierten Innovationsnetzwerke leisten hier einen wesentlichen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Region OWL.

OWL - branchenübergreifend und transdisziplinär

Die Studie skizziert konkrete Entwicklungsschritte, um Ostwestfalen-Lippe weiter „fit für die Zukunft“ zu machen. Dabei übernehmen die Innovationsnetzwerke eine wichtige Rolle, denn in einer zunehmend digitalisierten Welt müssen Lösungen tradierte Branchengrenzen überwinden. Ein solch übergreifendes und transdisziplinäres neues Handeln wird durch die OWL-Netzwerke bereits umgesetzt. So wurde von den Innovationsnetzwerken schon im Jahre 2013 das „Regionale Innovationsnetzwerk OWL“ gebildet und vom Land NRW finanziell unterstützt. Auf dieser Grundlage entwickelten die Netzwerke ihre Beiträge zum „Regionalen Handlungskonzept OWL 4.0“ zusammen mit der OWL GmbH und Partnern. Die Mitarbeit in den regionalen Gremien, im Spitzencluster it‘s OWL oder an der REGIONALE 2022 zeigen das Potenzial der Netzwerke auch für weitere OWL-Projektvorhaben.

OWL - über 1.000 Unternehmen nutzen die Innovationsnetzwerke

In den fünf Innovationsnetzwerken arbeiten derzeit über 600 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden, Kammern, Wirtschaftsförderern und Vertretern der Zivilgesellschaft; je nach Projektaufgabe unterstützt von weiteren regionalen und überregionalen Kooperationspartnern. Der satzungsgemäße Auftrag reicht von der Optimierung der Geschäfts- und Technologieprozesse, dem Wissens- und Technologietransfer bis zur Anbahnung und Begleitung von Kooperationen und Erschließung neuer, innovativer Themen- und Geschäftsfelder.
Immer wieder werden die Mitglieder dadurch erfolgreich bei Landes-, Bundes- und EU-weiten Förderausschreibungen positioniert. Insgesamt 30 Mitarbeiter/-innen koordinieren in den Geschäftsstellen die Ideen der Mitglieder. Die OWL-Netzwerke konnten in den letzten 15 Jahren mit 180 Projekten über 100 Mio. € aus öffentlichen und privaten Mitteln in die Entwicklung der Themenfelder und Projekte der Region investieren.

OWL - dank exzellenter Vernetzung fit für die Zukunft

Die fünf Innovationsnetzwerke OWL mit ihrer interdisziplinären Expertise - von innovativ bis international - und den erprobten Wegen einer partizipativen und kooperativen Umsetzung, sind für zukünftige Vorhaben zur Stärkung der Region OWL bereits erfolgreich aufgestellt.

Aktuelles

CirConomyOWL – ein Produktionsstandort schließt Kreisläufe

Mit dem Projekt CirConomyOWL realisieren die die etablierten 5 Innovationsnetze der Region zusammen mit dem VDI OWL und der FH Bielefeld ein Capacity Building, um die Strategie des Regionalen Handlungskonzeptes der Region Ostwestfalen-Lippe vom zukunftsfesten Produktionsstandort OWL umzusetzen.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Potenziale der Zirkulären Wertschöpfung (zW / Circular Economy), d.h. Produkte, Bauwerke, Bauteile oder Materialien werden von Anfang an so konzipiert, dass sie in stetigem Kreislauf eingesetzt werden können, ohne am Ende auf Deponien oder im Downcycling zu landen.

Angesichts der zukünftigen Herausforderungen durch volatile Rohstoffpreise, die exponentiell ansteigende Verwendung von Micro-Elektronik in Bauteilen zur Internetanbindung (Industrie 4.0, Internet of Things), Verbundmaterialien in Leichtbauprodukten und Verpackungen oder reduzierte Deponiemöglichkeiten für Baumaterialien werden Lösungen erarbeitet, welche die Unternehmen des Produktionsstandortes OWL und das dafür notwendige Umfeld für die wachsenden Märkte der Circular Economy qualifizieren.

Das gesamte Innovationsökosystem Ostwestfalen-Lippe soll genutzt und optimiert werden, um zW-basierte Produktideen für die nächsten Produktgenerationen zu entwerfen und mit neuen Geschäftsmodellen zu realisieren.

Den Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe soll damit erleichtert werden, unter Berücksichtigung aller betrieblich und gesellschaftlich hemmenden und fördernden Bedingungen zW-basierte Produktideen zu entwickeln. Dabei werden alle Prozessbausteine in den Blick genommen, die eine Integration der zW in die (Unternehmens-) Prozesse beeinflussen. Dazu zählen Technologien und Konstruktionsprozesse ebenso wie Mentalitäten der beteiligten ExpertInnen und AnwenderInnen, Unternehmenskultur, Ökonomie und Geschäftsprozesse, Richtlinien und Ordnungspolitik. Im Projektverlauf werden Prozesse systematisch erarbeitet, die allen Beteiligten der Schöpfungskette eine stabile, (individuell) handlungsorientierte Prozess-Sicherheit bei der Integration der zW in ihren Gestaltungsbereichen verschaffen.

Die fünf Innovationsnetzwerke (Brancheninitiativen) sichern die gezielte Adaption in den spezifischen Wirtschaftsbereichen. Die beteiligte Hochschule analysiert und optimiert einerseits unternehmensinterne Prozesse und systematisiert unternehmensexterne Faktoren zwecks Integration in den jeweiligen zW-Entwicklungsprozess. Mit der Beteiligung des Vereins Deutscher Ingenieure VDI als die größte Ingenieurvereinigung Europas wird das gesamte Spektrum der Ingenieurwelt in die konstruktive Diskussion eingebunden und der Weg geebnet, wichtige Impulse in die zukünftigen Standards (z.B. VDI-Richtlinien) sowie in die Ingenieurausbildung einzuarbeiten.
In folgenden Handlungsfeldern werden wir in den nächsten drei Jahren arbeiten:

  • zW entdecken: Darstellung, Verbreitung und Diskussion des zW-Ansatzes in der Region
  • Regionales Capacity Building: Aufbau eines Wissens- und Erfahrungspools, Ausbau des zW-Kompetenznetzwerks in OWL
  • Akteure qualifizieren: Qualifizierung von Akteuren in den Unternehmen für die neuen Möglichkeiten
  • Akteure strategisch unterstützen: Weiterentwicklung für OWL mittels Studien und Forschungsarbeiten
  • Regionale Identität ausbauen: Entwicklung einer regionalen Strategie für die Chancen der zW
  • Ergebnisse transferieren: Regionaler und überregionaler Austausch und Transfer von Ergebnissen

Um die Qualität der Arbeit, die zügige Verwertung der Ergebnisse in den Unternehmen und Beispiele zu sichten, setzen wir auf die Zusammenarbeit mit vielen Praxispartnern, die das Thema in den nächsten Jahren berührt.

Partner:

Kontakt(form. Konsortialführer des Gemeinschaftsantrags EFRE-RegioCall): Klaus Meyer, Energie Impuls OWL,
Milser Straße 37, 33729 Bielefeld, meyer@energie-impuls-owl.de, Tel.: 0521 44818371 (Sept. 2018)


Circular Economy wird Schlüsseltechnologie für Produktionsstandorte der Zukunft

Die Innovationsnetzwerke OWL präsentieren die regionalen Ansätze auf der bundesweiten PIUS-Tagung

In 20 Workshop-Sessions wurde das Thema Produktintegrierter Umweltschutz (PIUS) auf der bundesweiten Tagung am 13. und 14. Juni 2018 in Bielefeld von über 200 Ingenieurinnen und Ingenieuren diskutiert. Neben dem bisherigen Schwerpunktthema Effizienzsteigerung zeichnet sich nun ein klarer Trend zur Strategie der Zirkulären Wertschöpfung (Circular economy) ab, so Dr. Peter Jahns, Geschäftsführer der Effizienz-Agentur NRW. Laut Publikumsumfrage beschäftigen sich bereits ein Drittel der Kongressteilnehmer mit diesem Thema in ihren Unternehmen.

Die Innovationsnetzwerke OWL – zusammen vertreten sie über 600 Unternehmen – hatten sich bereits im letzten Jahr diesem Thema verschrieben, um den Produktionsstandort Ostwestfalen Lippe zukunftsfest zu machen. Auch das regionale Handlungskonzept der Region sowie der Umweltwirtschaftsbericht des Landes NRW stellen die Strategie einer Circular Economy als besondere Chance für die Unternehmen der Region heraus. Bereits marktgängige Produkte aus OWL wie Fassadenelemente von den Unternehmen Schüco oder Nutzfahrzeugkupplungen von ZF Friedrichshafen Standort Bielefeld beweisen, dass Ostwestfalen neben der Fachdiskussion mit den Experten auch die Umsetzung schon erfolgreich angegangen sind.

Weitere Informationen auf der Website des VDI:

https://www.vdi.de/technik/artikel/7-pius-laenderkonferenz-in-bielefeld/

VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt

Foto (Frank Elschner) v.l.: Dr. Jochen Theloke (Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU)), Henning H. Sittel (Effizienzagentur NRW), Prof. Dr.-Ing. Harald Bradtke (Vorsitzender der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt (VDI-GEU) und Leiter des Competence Centers Energietechnologien und Energiesysteme am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI), Klaus Meyer (Energie Impuls OWL/Innovationsnetzwerke OWL), Dr. Peter Jahns (Geschäftsführer Effizienzagentur NRW)

Projekte